Pop-up Stores – das etwas andere Ladenkonzept

Wir von Bertz GmbH klären euch auf über den neuen hippen Trend der Pop Up-Stores, dem neuen Ladenkonzept, dass sich von den gängigen Konventionen des klassischen Ladenbaus loslöst und auf Schnelllebigkeit, Kreativität und Exklusivität setzt.

Sie scheinen aus dem Nichts zu entstehen und genauso schnell im Nirgendwo zu verschwinden. Pop-up-Stores sind der zeitgemäße Gegenentwurf zur ständig, überall und für jeden verfügbaren Massenware. Sie setzen der Beliebigkeit Einzigartigkeit entgegen. Die nur für kurze Zeit geöffneten Läden nutzen mit viel Kreativität Lagerhallen, leer stehende Häuser oder Garagen als Kulisse für ihr Verkaufsevent und heben sich damit vom klassischen stationären Laden mit gewöhnlicher Ladeneinrichtung ab. Doch was steckt eigentlich hinter diesem trendigen Verkaufskonzept?

Marmite Pop Up Store in England

Marmite Pop Up Store

Vom Undergroundkonzept zum erfolgreichen Geschäftsmodell

Der Trend zum temporären Shop, der sich mit Beginn des Millenniums auch in Deutschland zum Hype entwickelte, schwappte in den 90 er Jahren aus den USA nach Europa. Bezeichnenderweise machte der Eventmanager Russell Miller die ursprünglich aus der Undergroundszene stammende Idee salonfähig. Das Ladenkonzept, das Verkaufen zum Event erhebt, ist derzeit vielleicht die angesagteste Form der Selbstinszenierung. Anfangs waren es hauptsächlich innovative Kreative, die ihre Produkte dem Publikum darboten. Später gesellten sich Avantgarde-Label wie Comme des Garçons hinzu. Die japanische Marke eröffnete 2004 in einer ehemaligen Bibliothek in Ostberlin einen temporären Shop. Heute mischen auch die ganz Großen bei dem neuen Ladenformat mit, denn es ist längst zur Erfolgsgeschichte geworden. Ob Adidas, Louis Vuitton oder Mercedes, alle haben die Vorteile der Pop-up-Verkaufstrategie längst erkannt.

Erfolgsprinzip Verknappung

Dem Konzept der Pop-up-Stores liegen ganz einfache, doch erfolgreiche Prinzipien zugrunde. Die begrenzte Verfügbarkeit und damit künstliche Verknappung der Waren suggeriert Kunden, möglicherweise etwas zu verpassen und weckt so den angeborenen “Jagdinstinkt”. Hier gilt: je rarer desto gefragter. Außerdem wird für den zeitlich limitierten Verkauf nicht geworben. Die Betreiber setzen ganz auf den Multiplikatoreffekt sozialer Netzwerke. Mundpropaganda per Mausklick ist im Zeitalter von Facebook und Twitter kein Hexenwerk mehr – die Klick-zu-Klick Kommunikation ersetzt gekonnt das gezielte Marketing. Der User hat das Gefühl, Teil eines ausgewählten Personenkreises zu sein, der exklusiv Zugang zum angekündigten Event erhält. So wird Shoppen zum einmaligen, unwiederholbaren Erlebnis für scheinbar Wenige.

Verkaufen als Event

Das Ladenkonzept könnte nicht besser in eine Zeit des atemlosen, schnelllebigen Lifestyles passen. Alles ist im Fluss, nichts hat Bestand. Der Hunger nach Neuem in einer Gesellschaft des ungehemmten Überflusses befeuert nicht unerheblich den Hype um erlebnisorientiertes Shoppen. Die Kurzzeitläden tun alles, um diese Erwartungen zu erfüllen. Man gibt sich nicht damit zufrieden, Lifestyleprodukte aus den Bereichen Fashion, Schmuck und Design anzubieten. Nicht selten finden sich Entrepreneurs und Künstler zu einem gemeinsamen Verkaufsevent zusammen. So warten neben angesagten Produkten, die auf improvisierten Auslagen wie Kisten, Paletten, Leitern oder Stühlen präsentiert werden, auch mannshohe Gemälde oder spektakuläre Skulpturen auf neugierige Kunden. Auch Aktionskünstler oder Musiker werden häufig eingebunden. So geht in den keineswegs hippen Locations, die aber durch Pop-up-Stores genau zu solchen erhoben werden, richtig die Post ab.

Produkttest für kleines Geld

Natürlich gibt es für die Gründer eines Pop-up-Stores weitere unübersehbare Vorteile. Start-up Unternehmer mit kleinem Budget können vorab den Erfolg ihres Produktes testen, ohne sich mit hohen Fixkosten zu belasten. Nicht einmal eine klassische Ladeneinrichtung mit Regalen, Theken oder Gondeln ist vonnöten, um die Ladenkasse zum Klingeln zu bringen. Eine gehörige Portion Einfallsreichtum, Innovationsfreude, Spaß am Ausprobieren und interessante Produkte reichen zur Schaffung eines temporären Hotspots.

Werden Pop-up-Stores selbst zum Massenphänomen?

Das Prinzip der Pop-up-Stores ist inzwischen in der normalen Geschäftswelt angekommen. Selbst Shoppingcenter holen sich die trendigen Stores in leer stehende Ladengeschäfte, um ihr Massenimage aufzupolieren. In London und Paris existieren gar ganze Einkaufszentren, die nur aus Pop-up-Stores bestehen. Bleibt zu hoffen, dass sich das kreative, spontane Konzept durch diese “Institutionalisierung” nicht selbst abschafft.

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Bildquelle:  © Gilda / wikipedia.org

Gilda / http://www.flickr.com/photos/79823494@N00

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Sven Haugeneder

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