Barbershops: Wo Haar- und Bartpflege stilecht zelebriert wird

Fernab von Frauen mit Folie in den Haaren und Dauerwellen gibt es eine Welt nur für Männer, in denen die Haarpflege nicht einfach vollzogen, sondern zelebriert wird. Die Barbershop-Tradition erlebt seit geraumer Zeit ein Comeback. Und wo arbeitet ein Barbier? In ausgefallenen, maskulinen Salons im Retro-Stil. Dabei legen die Fachmänner nicht nur viel Wert auf die Haarpflege, sondern auch auf die Einrichtung ihrer Shops.

Barbershop-Einrichtungen heben sich stark von Unisex- oder Damensalons ab und verbreiten ein lässiges, maskulines Flair. Das große Thema, das über allem schwebt: Vintage. Die Wände, das Mobiliar, ja selbst das Personal repräsentiert den Retro-Look. Tätowierte Gentlemen mit Rauschebart, Rasiermesser und Kleidung im Rockabilly-Stil der 50er Jahre, alles ist möglich.

In einem Barbershop ist Man(n) vollkommen unter sich. In den seltensten Fällen trifft man weibliches Fachpersonal an – in einigen Läden haben Frauen sogar ausdrücklich Hausverbot. Und das Konzept funktioniert. Banker, Künstler, Rocker, Studenten, Beamte – die Kundschaft ist bunt gemischt.

Der Barber Shop ist im Trend

Der Barbershop ist im Trend

Rasieren mit Leidenschaft – Barbiere als eigene Marke

Die Idee ist nicht neu, doch je authentischer das Konzept des jeweiligen Salons umgesetzt wird, desto leichter kann Mann in die Welt des Barbershops eintauchen. Die Rückbesinnung auf gute alte Zeiten, auf Tradition und Gelassenheit spielen eine große Rolle. Am besten funktioniert das in eigens eingerichteten Barbershops, doch auch spezielle Männer-Bereiche in bestehenden Unisex-Fiseursalons sind möglich. Der Trend geht zur Trennung der Geschlechter.

In einem Barbershop ist das Grundgerüst, auf dem alles fußt, die Leidenschaft. Viele Barbiere sind ihre eigene Marke und leben durch Authentizität, die aber nicht ohne eine passende Inneneinrichtung funktioniert. Am Vintage- bzw. Used-Look kommt kaum jemand vorbei.

Wände: Charme durch rauen Putz oder Holz

Raue Backsteine, Fachwerk oder Estrich, der als Betonboden sichtbar gelassen wird. Ein wenig Industrial-Charme findet man in Barbershops immer wieder. Selbst Decken werden herausgerissen, um die ursprünglichen Betonflächen sichtbar zu machen. Massivholzverkleidungen, Holzpaneele und Leichtbauplatten mit täuschend echten Backsteinen lassen sich auch ohne große Umbaumaßnahmen realisieren. Und dank Selbstklebetechnik können Beton-Oberflächen einfach auf Wänden befestigt werden.

Alles, was Loft-Charakter ausstrahlt, passt zum Retro-Barbershop, wie zum Beispiel Industriefenster und Bleiverglasungen. Der raue Industrie-Look sorgt für ein besonderes Flair.

Baber Shop im "RAW" Design

Barbershop im „RAW“ Design

Fußböden: Je rustikaler, desto besser

Beton und Holz spielen auch im Bereich Fußböden eine große Rolle. Auf glatte Bodenbeläge kann PVC in Altholz- oder Betonoptik durch die sogenannte Trockenklebetechnik rutschfest verlegt – und auch wieder rückstandsfrei entfernt – werden. Bei Fliesen können wasserfest verleimte Verlegeplatten als Untergrund dienen, die am Rand mit einer kleinen Schrägleiste versehen werden. Eine weitere Alternative ist Click-PVC.

Massive Bedienstühle – hier nehmen Gentlemen Platz

Auf diesen Stühlen kann man sich über Gott und die Welt unterhalten, währenddessen Bier trinken oder einfach nur die Haarpflege genießen: schwere Trümmer, wie man sie aus alten Filmen kennt. Sie sind klassische Herren-Friseurstühle, die sich deutlich von Unisex-Modellen unterscheiden. Für eine maskuline Ausstrahlung sorgen metallene oder verchromte Elemente wie zum Beispiel Fußstützen, Untergestelle oder Armlehnen. An Metall kommt niemand vorbei – und das passt bestens zu Leder.

Wir bei Bertz verwenden kein Echtleder für Bedienstühle, da das Material zu schnell leiden und bleich werden würde. Stattdessen setzen wir hochwertiges Kunstleder, sogenanntes Skay, ein. Es ist scheuerbeständig, atmungsaktiv, hat eine gewisse Farbresistenz und ist von echtem Leder kaum zu unterscheiden.

Neben Modellen mit Retro-Charme stehen übrigens auch moderne Interpretationen des Barber-Chairs hoch im Kurs. Wichtig: Die Stühle müssen einiges aushalten, gut gepolstert und höhenverstellbar sein. Egal ob ein Mann 1,70 m groß oder ein Hüne von 2 Metern ist – jeder muss bequem sitzen können. Die Männerstühle haben immer eine neigbare Rückenlehne und eine Kopfstütze, damit Gesicht, Kopfhaare und Bart optimal gepflegt werden können.

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Das Herzstück der Einrichtung: die Bedienplätze

Wenn ein Barbier mit seiner Arbeit beginnt, macht sich ein Künstler ans Werk. Ob lange oder kurze Haare, Dreitagebart, Vollbart oder Schnäuzer – an den Bedienplätzen werden Haare geschnitten und Bärte in Form gebracht; letztere auf traditionelle Weise mit dem Rasiermesser. Stahl, Aluminium oder Holztöne sorgen in diesem Bereich für Retro-Charme. Bertz empfiehlt große Formate, klare Linien und die Mischung von nur zwei bis drei konträren Oberflächen. Edelstahl passt zum Beispiel zu einer Bruchsteinwand, Holz zu rauem Beton. Ein Materialmix zum Untergrund macht die Einrichtung spannend.

Baber Shops haben besondere Bedienplätze

Babeshops haben besondere Bedienplätze

Waschbecken: Bitte nach vorne beugen!

Normalerweise werden Haare beim Friseur am Rückwärtsbecken gewaschen. Doch wie funktioniert das beim Bart? In Barbershops gibt es ganz klassische Vorwärtswaschbecken: Während die Männer sitzen lehnen sie sich für die Bartwäsche ganz einfach nach vorne.

Wartebereich: „Playboy“ statt „Bunte“

Wo sonst „Bunte“ oder „Brigitte“ ausliegen, kann der Mann in Barbershops häufig zum „Playboy“ greifen. Der Wartebereich fügt sich ins Gesamtkonzept ein, selbst alte Kinosessel als Sitzgelegenheiten sind möglich.

Oft gibt es nicht nur Kaffee, sondern auch Bier, Whiskey und sogar Zigarren. In Barbershops sind eben Kumpel unter sich, da passt auch eine Bar ins Ambiente. Manche Barbiere öffnen ihr Geschäft an bestimmten Tagen abends. Dann treten Bands auf, gemeinsam wird gefeiert und die Bartträger stoßen auf den Feierabend oder das Wochenende an. Prost!

Holz, Holz und nochmals Holz!

In einem Salon mit Echtholz zu arbeiten ist immer kritisch: Es treten schnell Verfärbungen und Macken im Material auf. Im Barbershop ist der Einsatz von echtem Holz trotzdem möglich. Schrammen oder Macken sorgen für eine natürliche Patina und verleihen dem Holz Charakter. Ebenso passen Vintage-Möbel hervorragend. Bei Bedarf können ihre waagerechten Oberflächen mit einer Glasauflage geschützt werden.

Kein Retro-Fan? Barbershops im modernen Stil

Wie bei allen Stilen ist auch der Retro-Look Geschmackssache. Der Barbershop von morgen muss daher nicht zwingend auf vintage getrimmt werden. Er kann zum Beispiel trendy sein, eine gewisse Coolness ausstrahlen und viel mit Medien zu tun haben. Fußball gucken an einer modernen Bar, dabei im Internet surfen, die Mails checken und sich anschließend der Haarpflege widmen – so können auf modern getrimmte Herrensalons aussehen. Ein Beispiel für eine äußerste moderne Variante eines Barbershops ist die Sports Grooming Bar mit Hightech-Möbeln und -Ausstattung. Ob modern oder auf alt getrimmt, Barbershops sind eine Nische, über die sich viele neu definieren können.

Moderner Barber-Shop

Moderner Barbershop

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Herrensalon

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