60-mal mehr Keime auf der Tastatur als auf einem Toilettensitz – Virenherd Arbeitsplatz

Aktuelle Studien zeigen, dass sich auf einer herkömmlichen Computertastatur rund 60-mal mehr Keime befinden als auf einem Toilettensitz. Damit ist eine Tastatur in einem Büro fünfmal dreckiger als jedes WC. Doch auch Schreibtisch, Telefon, Bürostuhl oder andere Teile der Büroeinrichtung sind in vielen Büros so stark verschmutzt, dass sie die Gesundheit der Mitarbeiter beeinträchtigen. Neben der Büroeinrichtung sind die Klimaanlage, die Toiletten, der Pausenraum und die Raucherecke die Bereiche, die am stärksten verschmutzen können. Mit einfachen Mitteln können die Mitarbeiter jedoch gegen die zahlreichen Virenherde vorgehen und sich so gegen Krankheiten oder Allergien schützen.

Viren auf Tastatur

Viren im Büro

Ein sauberer Arbeitsplatz sorgt für Wohlbefinden

In zahlreichen Bürogebäuden sind Großraumbüros eingerichtet oder die Zahl der Einzelbüros ist sehr begrenzt. Bei einigen Firmen arbeiten viele der Mitarbeiter im Außendienst oder einen Teil ihrer Arbeitszeit von zu Hause aus. Daher kommt es immer öfter dazu, dass sich mehrere Kollegen einen Schreibtisch teilen, wenn sie sich im Büro aufhalten. In diesen Fällen müssen alle Angestellten besonders penibel auf Ordnung und Sauberkeit an den Arbeitsplätzen achten­. Nur an einem sauberen und aufgeräumten Schreibtisch fühlen sich die Mitarbeiter wohl und können konzentriert arbeiten. Ein verschmutzter Schreibtisch, eine Tastatur mit zahllosen Krümeln vom Frühstück des Kollegen, ein verschmierter Bürostuhl oder ­ein mit Viren verseuchtes Telefon ­können krankmachen oder zu Allergien führen. Schon einfache Maßnahmen verhindern, dass sich Virenherde am Arbeitsplatz ausbreiten und sich die Kollegen gegenseitig mit verschiedenen Krankheiten anstecken­.

So kann jeder Mitarbeiter für Sauberkeit an seinem Arbeitsplatz sorgen

Der Fachhandel bietet feuchte Tücher an, mit denen Tastaturen, Monitore und Telefone schonend und gründlich gereinigt werden können. Diese Tücher sind mit Alkohol getränkt, sodass sie gleichzeitig desinfizierend wirken. Doch auch ein Küchenkrepp und eine Flasche Glasreiniger können für eine gründliche Reinigung der Oberflächen genutzt werden. Für die Tastatur sind auch kleine Staubsauger erhältlich, die per USB-Stick angeschlossen werden. Häufig reichen aber auch das Umdrehen und vorsichtige Ausklopfen der Tastatur sowie eine anschließende Reinigung mit einem herkömmlichen Malerpinsel aus­.

Rücksichtnahme unter Kollegen sorgt für Sauberkeit

Viele Schreibtische sind überladen mit Büromaterial, Kaffeetassen, Stofftieren, Fotos der Familie, Uhren und Mitbringseln aus den Urlauben der letzten Jahre. In diesen Fällen sollte gründlich aufgeräumt werden, um Platz für die Dinge zu schaffen, die für die tägliche Arbeit wichtig sind. Wer an seinem Arbeitsplatz isst, sollte immer einen Teller oder eine Serviette als Unterlage verwenden. Händewaschen nach dem Essen und nach jedem Toilettengang sollte selbstverständlich sein, um eine Verunreinigung von Tastatur und Telefon zu vermeiden. Vor allem Frauen sollten Telefonhörer regelmäßig reinigen, da sie häufig Make-up hinterlassen. Bei der Arbeit mit einem Kopfhörer oder einem Headset sollte jeder Angestellte über seinen eigenen Kopfhörer verfügen, der jeweils umgesteckt wird. Müssen sich dennoch mehrere Kollegen ein Headset teilen, sollten zumindest die Schonbezüge für die Kopfhörer nach jeder Benutzung ausgetauscht werden.

Auch der Arbeitgeber kann für ein gesundes Raumklima sorgen

Ein fürsorglicher Arbeitgeber beschäftigt einen zuverlässigen Putzdienst, der den gröbsten Schmutz im Büro und auf den Schreibtischen regelmäßig entfernt. Da aber die Zeitvorgaben für die Reinigungskräfte meist sehr knapp gehalten sind, kann keine gründliche Reinigung erfolgen. Daher sollte der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern spezielle Reinigungstücher für die empfindlichen Oberflächen zur Verfügung stellen. Auch Geräte zur Handdesinfektion gehören in vielen großen Büros zum Standard. Der Arbeitgeber kann auch durch die regelmäßige Wartung und Reinigung der Klimaanlage dafür sorgen, dass sich die Belastung der Raumluft durch Viren und Keime in Grenzen hält.

Ein Gedanke zu „60-mal mehr Keime auf der Tastatur als auf einem Toilettensitz – Virenherd Arbeitsplatz

  1. Stephan

    Ja, die Tastatur wird gerne mal vom Reinigungsdienst vergessen – aber auch unter der tastatur sollte mal sauber gemacht werden. Eine gerne unterschätzte Keimschleuder sind übrigens Handtücher auf der Toilette. Vorallem die, die eher ein paar Tage hängen bleiben.

    Wichtig ist halt auch, dass der Arbeitgeber da bisschen aufpasst und die Reinigungskräfte darauf hinweist. Arbeitsausfälle durch Krankheiten gehen übel ins Geld.

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